Rechtsanwalt & Fachanwalt für Scheidung in Hannover

Familienrecht

Ihr Scheidungsanwalt bzw. Rechtsanwalt für Scheidung in Hannover

„Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden!“ So lautet ein Sprichwort über die Scheidung der Ehe des deutschen Dichters Wilhelm Busch. Damit Sie nicht derjenige Ehegatte sind, auf den das zutrifft, biete ich Ihnen meine Rechtsdienstleistung als Scheidungsanwalt an. Lernen Sie mich hier besser kennen, erfahren Sie alles Wichtige rund um Ihre Scheidung, und nehmen Sie Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie!

Warum ich der richtige Scheidungsanwalt für Sie bin?

Ich bin der richtige Rechtsanwalt für ihre Scheidung in Hannover und bundesweit, weil ich in Ihnen helfe, Ihre Scheidung so zu gestalten, dass sie ihren Bedarfen und Wünschen am besten entspricht, indem ich bereits im Vorfeld Ihrer Scheidung Ihre Bedarfe und Wünsche abkläre. Zudem spreche ich die zu erwartenden Kosten offen und präzise an.

Arztscheidung, Unternehmerscheidung, Beamtenscheidung und andere

Sie sind Arzt und möchten ihre Praxis vor dem Zugewinnausgleich schützen? Sie sind Unternehmer und besorgt um den Fortgang Ihres Unternehmens im Rahmen ihrer Scheidung? Sie sind beide Beamte und benötigen eine abweichende Regelung des Versorgungsausgleichs? Sie möchten als Ausländer die aufenthaltsrechtlichen Folgen ihrer Scheidung einschätzen können? Sie möchten einfach nur eine einvernehmliche Scheidung ohne viel Drumherum?

Als Rechtsanwalt helfe ich Ihnen bei Ihrer Scheidung, indem ich Ihnen eine Verfahrensgestaltung vorschlage, die Ihren Wünschen und Bedarfen entspricht. Dabei profitieren Sie von meiner 15-jährigen Erfahrung als Scheidungsanwalt.

Zielsetzung: einvernehmliche Regelung der Scheidungsfolgen

Als Ihr Scheidungsanwalt ist neben dem Betrieb des Scheidungsverfahrens unser Anliegen, die Folgen Ihrer Scheidung bereits im Trennungsjahr zu lösen. Dabei unterbreiten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten. In Absprache mit Ihnen schlagen wir dem Ehegatten per Vertragsentwurf die Regelung der Scheidungsfolgen nach Ihren Wünschen vor und versuchen, den Grundstein für eine einvernehmliche Scheidung zu legen. Bei unserem Vorgehen berücksichtigen wir stets Ihre wirtschaftlichen Interessen und halten die Scheidungskosten  sowie Scheidungsfolgekosten so gering wie möglich. Fragen Sie uns an!

Scheidung bei Corona: nicht online aber kontaktlos

In Zeiten von Corona biete ich Ihnen keine Online-Scheidung in dem Sinn an, dass wir auf unserer Internetseite ein Formular zum Ausfüllen bereitstellen. Dennoch haben Sie die Möglichkeit, ihre Scheidung mit mir als Rechtsanwalt kontaktlos einzuleiten. Sie können hierzu die Heiratsurkunde, die Geburtsurkunden der minderjährigen Kinder (soweit vorhanden), Ehevertrag (soweit vorhanden) sowie Vollmacht als PDF übersenden. Die individuellen Besonderheiten ihrer Scheidung können wir dann im Rahmen eines Telefonats oder einer Videokonferenz besprechen, so dass ich schnell den Scheidungsantrag für Sie stellen kann oder auf einen Scheidungsantrag, den Sie erhalten haben, reagieren kann.

Nehmen Sie Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie! Ihr Scheidungsanwalt in Hannover!

Scheidung sofort mit Rechtsanwalt einreichen

Sie sind schon vollständig informiert und möchten Ihre Scheidung einreichen. Die Mindestvoraussetzungen für die Einreichung der Scheidung durch mich als Rechtsanwalt in Hannover sind:

  • Heiratsurkunde in Kopie
  • Geburtsurkunden der minderjährigen Kinder in Kopie
  • Anschrift des Ehegatten
  • soweit vorhanden Ehevertrag
  • Vollmacht

Diese Unterlagen können Sie mit E-Mail oder Post übersenden. Ergänzend können Sie einen telefonischen, persönlichen oder Video- Besprechungstermin vereinbaren. Gern führe ich als Ihr Rechtsanwalt in Hannover Ihre Scheidung schnell kompetent und engagiert durch.

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Einvernehmliche oder streitige Scheidung

Die einvernehmliche Scheidung ist der einfache und kostengünstige Weg zurück in die Ledigkeit. Von einer einvernehmlichen Scheidung spricht man, wenn der andere Ehegatte der Scheidung zustimmt. und Einigkeit über die Folgen der Scheidung besteht.

Sie und Ihr Ehegatte sollten sich einig sein, das die Ehe nicht fortgesetzt werden soll und die Scheidung durchgeführt werden soll. Als Ihr Rechtsanwalt kann ich dann den Scheidungsantrag für Sie stellen, und nach Ablauf des Trennungsjahres werden Sie geschieden.

Stimmt der andere Ehegatte nicht der Scheidung nicht zu, spricht man im Scheidungsrecht von einer streitigen Scheidung. Als Ihr Scheidungsanwalt arbeite ich dann daran, das Getrenntleben von Ihrem Ehegatten bei dem Familiengericht nachzuweisen. Bei einer streitigen Scheidung bestehen meist auch Konflikte zwischen den Ehegatten über die Scheidungsfolgen Unterhalt und Zugewinn. Oft schafft ein Ehegatte vollendete Tatsachen, indem er Ihnen die Koffer packt, Wohnungsschlösser tauscht, Konten plündert oder Kinder vorenthält. In diesen Situationen sollten Sie direkt einen Scheidungsanwalt konsultieren. Wir sind auch bei Ihrer streitigen Scheidung an Ihrer Seite.

Getrenntleben ist Voraussetzung für Scheidung

Oft kommt es vor, dass Scheidungswillige eilig einen Termin vereinbaren oder mich als Rechtsanwalt aufsuchen und geschieden werden möchten. Im Zuge der Beratung stellt sich heraus, dass noch gar keine Trennung vorliegt. Getrenntleben bedeutet schlagwortartig die Trennung von Tisch und Bett voraussetzt. Ohne Getrenntleben gibt es keine Scheidung.

Ein Ehegatte muss dem anderen Ehegatten mittteilen, dass er die Trennung wünscht. Berufliche, krankheitsbedingte oder andere schicksalsbedingte Abwesenheiten eines Ehegatten wie die Verbüßung einer Haftstrafe führen daher nicht zu einer Trennung im Sinne des Familienrechts. Neben die objektiven Merkmale einer Trennung muss ein subjektiver Trennungswille treten.

Durch kommentarloses Untertauchen – Ghosting – wird das Getrenntleben nicht in Gang gesetzt. Im Regelfall wird das Getrenntleben durch den Auszug eines Ehegatten aus der Ehewohnung erreicht. Das Getrenntleben kann grundsätzlich auch in der gemeinsamen Wohnung praktiziert werden. Das Getrenntleben in der gemeinsamen Wohnung unterliegt besonders strengen Voraussetzungen. Wird beispielsweise auch nur vereinzelt gemeinsam eingekauft, oder werden wegen der Kinder noch Mahlzeiten gemeinsam eingenommen, so fehlt es am Getrenntleben. Als Scheidungsanwalt stehe ich Ihnen für als Ansprechpartner auch während des Trennungsjahres zur Seite.

Scheidung nie ohne Rechtsanwalt - Anwaltszwang

Wenn Sie die Scheidung möchten, benötigen einen Rechtsanwalt um die Scheidung zu beantragen. Das Einreichen der Scheidung bei dem Familiengericht ist ohne Rechtsanwalt ist nicht möglich. Ein Rechtsanwalt kann dabei nur einen Ehegatten bei der Scheidung vertreten: einen Scheidungsanwalt für beide Ehegatten gibt es damit nicht. Bei einer einvernehmlichen Scheidung kann aber ein Rechtsanwalt ausreichen, um die Scheidung zu beantragen. Der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte kann bei dem Familiengericht keine Anträge stellen. Der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte kann sich auch nicht in Bezug auf die Scheidung von dem Rechtsanwalt des anderen Ehegatten beraten lassen.

Brauche ich einen eigenen Scheidungsanwalt?

Auch wenn grundsätzlich ein Scheidungsanwalt ausreicht, um einen Scheidungsantrag zu stellen, stellt sich für den anderen Ehegatten grundsätzlich die Frage, ob dieser sich einen eigenen Rechtsanwalt für das Scheidungsverfahren nehmen soll. Zu der Beantwortung dieser Frage möchten wir folgende Richtlinie geben:

Wenn die Ehe nur von kurzer Dauer (unter 3 Jahre) war oder die Scheidungsfolgen bereits in einer notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt sind, kann grundsätzlich auf einen eigenen Scheidungsanwalt verzichtet werden.

War die Ehe dagegen nicht von kurzer Dauer oder besteht Uneinigkeit über die Scheidungsfolgen, sollte jeder Ehegatte für seine Scheidung einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen.

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Voraussetzungen für eine Scheidung

Nach der Trennung kommt die Scheidung. Die Scheidung ist das Verfahren zur Auflösung des gesetzlichen Schuldverhältnisses der Ehe. Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Das ist der Fall,

  • wenn erstens die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht, mithin Getrenntleben vorliegt.
  • eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht zu erwarten ist.

Die Rechtsgrundlage für die Scheidung ist § 1565 Absatz BGB. Sie lautet:

„Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wiederherstellen.“

Scheidungstatbestände im Familienrecht

Neben dem Scheitern der Ehe kann eine Ehe unter folgenden Voraussetzungen geschieden werden:

  • Leben die Ehegatten weniger als ein Jahr getrennt, kann die Ehe nur bei Vorliegen eines Härtefalls geschieden werden, es findet eine Härtefallscheidung statt.
  • Leben die Ehegatten mehr als 1 Jahr, aber weniger als 3 Jahre getrennt, kann die Ehe durch eine einvernehmliche Scheidung geschieden werden, § 1566 Absatz 1 BGB.
  • Leben die Ehegatten mehr als 1 Jahr, aber weniger als 3 Jahre getrennt, kann die Ehe durch eine streitige Scheidung beendet werden, wenn der andere Ehegatte nicht zustimmt, oder keinen eigenen Scheidungsantrag stellt.
  • Leben die Ehegatten leben mehr als 3 Jahre getrennt, kann die Ehe ohne Zustimmung des anderen geschieden werden.

Härtefallscheidung bei Vorliegen eines Härtefalls

Wenn die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt leben, so kann nach § 1565 Absatz 2 BGB die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde. Ein Härtefall kann nach der Rechtsprechung vorliegen, wenn er andere Ehegatte Drogen – oder Alkoholmissbrauch betreibt, bei fortgesetzter Gewalt gegen den Ehegatten, Kindesmissbrauch, Schwangerschaft der Frau von ihrer Affäre, Prostitution, fortgesetzte Bedrohungen und Morddrohungen. Wenn nicht Boris Becker den Scheidungsantrag stellt, das ist die Härtefallscheidung eher der Ausnahmefall.

Einvernehmliche Scheidung nach 1 Jahr Getrenntleben

Nach der gesetzlichen Regelung in § 1566 Absatz 1 BGB wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn:

  • die Ehegatten seit einem Jahr getrennt leben und
  • beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder
  • der Antragsgegner der Scheidung zustimmt.

Die Ehegatten können einen Trennungszeitpunkt vortragen, den das Familiengericht nicht überprüft. Das Scheitern der Ehe wird in dieser einvernehmlichen Scheidungssituation als bewiesen angesehen.

Streitige Scheidung nach 1 Jahr Getrenntleben

Stellt der andere Ehegatte keinen eigenen Scheidungsantrag, und Stimmt der andere Ehegatte der Scheidung nicht zu, und stimmt er auch der Scheidung nicht zu, dann tritt eine unwiderlegbare Vermutung für das Scheitern der Ehe nicht ein. In diesem Fall ist eine streitige Scheidung durchzuführen.

Der Ehegatte, der den Scheidungsantrag gestellt hat, muss bei dem Familiengericht beweisen, dass die Ehe gescheitert ist, mithin die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht und eine Wiederherstellung nicht zu erwarten ist.

Scheidung nach 3 Jahren Getrenntleben

Laut § 1566 Absatz BGB wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit drei Jahren getrennt leben. Das Scheitern der Ehe wird in dieser Scheidungssituation als bewiesen angesehen. Auf einen Scheidungswillen und damit einhergehend die Zustimmung des anderen Ehegatten kommt es nicht an.

Härteklausel nach § 1568 BGB

§ 1568 BGB besagt: Die Ehe soll nicht geschieden werden, obwohl sie gescheitert ist, wenn Aufrechterhaltung der Ehe im Interesse der aus der Ehe hervorgegangenen minderjährigen Kinder aus besonderen Gründen ausnahmsweise notwendig ist, oder wenn die Scheidung für den Antragsgegner eine schwere Härte darstellt.

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Der Scheidungsantrag durch den Rechtsanwalt

Die Scheidung beginnt mit der Einreichung des Scheidungsantrages bei dem für Sie zuständigen Familiengericht. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Zeitpunkt und Inhalt des Scheidungsantrags, Zuständigkeiten sowie den Anwaltszwang.

Zeitpunkt für den Scheidungsantrag

Die Scheidung kann bei den meisten Familiengerichten durch Stellung des Scheidungsantrages nach 9 Monaten Trennungszeit eingereicht werden. Der Scheidungstermin kann jedoch frühestens nach Ablauf des Trennungsjahres stattfinden. Ob es sinnvoll ist, den Scheidungsantrag früh zu stellen, oder eher zu warten, ist aus Sicht eines jeden Ehegatten separat zu beurteilen. Gerne berate ich Sie über die in Ihrem Fall richtige Strategie.

Inhalt des Scheidungsantrages

Der Scheidungsantrag muss nach dem Gesetz den Anforderungen des § 133 FamFG genügen. Die Vorschrift lautet:

1.) Die Antragsschrift muss enthalten:

  • Namen und Geburtsdaten der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder sowie die Mitteilung ihres gewöhnlichen Aufenthalts,
  • die Erklärung, ob die Ehegatten eine Regelung über die elterliche Sorge, den Umgang und die Unterhaltspflicht gegenüber den gemeinschaftlichen minderjährigen Kindern sowie die durch die Ehe begründete gesetzliche Unterhaltspflicht, die Rechtsverhältnisse an der Ehewohnung und an den Haushaltsgegenständen getroffen haben, und
  • die Angabe, ob Familiensachen, an denen beide Ehegatten beteiligt sind, anderweitig anhängig sind.

2.) Der Antragsschrift sollen die Heiratsurkunde und die Geburtsurkunden der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder beigefügt werden.

Da der Scheidungsantrag dem Ehegatten durch das Familiengericht zugestellt werden muss, sollten Sie zwingend auch die neue Anschrift des Ehegatten kennen. Daneben müssen Angaben zu der Trennung, dem Scheitern der Ehe und den wirtschaftlichen Verhältnissen gemacht werden.

Für den Scheidungsantrag notwendige Urkunden

Wenn Sie möchten, dass der Scheidungsantrag von mir als Ihrem Scheidungsanwalt so effektiv und schnell wie möglich gestellt wird, das ist es notwendig, dass folgende Unterlagen vorlegen:

  • Heiratsurkunde
  • bei im Ausland geschlossenen Ehen beglaubigte Übersetzung der Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunden aller ehelich geborenen minderjährigen Kindern
  • soweit vorhanden Ehevertrag oder Scheidungsfolgenvereinbarung
  • Gerichtskostenvorschuss
  • Sozialversicherungsausweis bzw. Sozialversicherungsnummer

Ohne die Einzahlung der Gerichtskosten stellt das Familiengericht den Scheidungsantrag nicht zu. Das Verfahren beginnt nicht. Scheidungswillige, die ihre Scheidung selbst bezahlen, sollten die Gerichtskosten sofort bei ihrem Scheidungsanwalt einzahlen.

Zuständigkeit für den Scheidungsantrag

Gerade für Ehepaare, die häufig umgezogen sind, stellt sich die Frage, welches Familiengericht die Scheidung durchführen kann: Die Antwort gibt § 122 FamFG: Danach ist zuständig in der nachstehenden Rangfolge:

  • das Gericht, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit allen gemeinschaftlichen minderjährigen Kindern seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
  • das Gericht, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit einem Teil der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, sofern bei dem anderen Ehegatten keine gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben;
  • das Gericht, in dessen Bezirk die Ehegatten ihren gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalt zuletzt gehabt haben, wenn einer der Ehegatten bei Eintritt der Rechtshängigkeit im Bezirk dieses Gerichts seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
  • das Gericht, in dessen Bezirk der Antragsgegner seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
  • das Gericht, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
  • das Amtsgericht Schöneberg in Berlin.

Anwaltszwang bei Scheidungsantrag und Scheidungen

Grundsätzlich gilt: wer denn Scheidungsantrag bei dem Familiengericht einreichen will, kann dies ausnahmslos nur über einen Rechtsanwalt tun. Ohne Anwalt geht es nicht. Es empfiehlt sich insoweit ein Fachanwalt für Familienrecht. Es besteht also für denjenigen Ehegatten, der den Scheidungsantrag stellt, im Scheidungsverfahren Anwaltszwang.

Der Ehegatte, der keinen eigenen Antrag im Rahmen des Scheidungsverfahrens, benötigt keinen Anwalt. Dieser Ehegatte kann dann ohne Anwalt nach § 134 FamFG der Scheidung oder ihrer Rücknahme zustimmen, und eine solche Zustimmung widerrufen. Der nicht von einem Anwalt vertretene Ehegatte kann außerdem keinen Vergleich abschließen, und die im Scheidungstermin verkündete Scheidung nicht direkt rechtskräftig werden lassen.

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Ablauf des Scheidungsverfahrens

Scheidungswillige Ehegatten sind oft unsicher, was im Rahmen eines Scheidungsverfahrens auf sie zukommt, und was sie erwartet. Hier erhalten Sie einen Überblick über den Ablauf des Scheidungsverfahrens von der Stellung des Scheidungsantrages bis zum Scheidungstermin aus Sicht von uns als Scheidungsanwalt.

Stellung des Scheidungsantrages durch Scheidungsanwalt

Das Scheidungsverfahren beginnt mit der Stellung des Scheidungsantrages durch Ihren Scheidungsanwalt bei dem zuständigen Familiengericht. Mindestens ein Ehegatte reicht die Scheidung ein. Mit dem Scheidungsantrag müssen die Gerichtskosten eingezahlt werden – anderenfalls stellt das Familiengericht den Scheidungsantrag nicht an den anderen Ehegatten zu.

Das Familiengericht stellt den Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten mit der Bitte um Stellungnahme zu. Für ein schnelles Verfahren sollte dieser Ehegatte dem Gericht schriftlich mitteilen, dass die Angaben in dem Scheidungsantrag richtig sind, und dass er der Scheidung zustimmt. Er kann hierfür ein vom Gericht übersandtes Formular verwenden.

Einholung der Rentenauskünfte durch das Familiengericht

Im Anschluss übersendet das Familiengericht den Beteiligten die Fragebögen zum Versorgungsausgleich. Diese Fragebögen sind 4-fach sorgfältig auszufüllen, und dann bei dem Familiengericht einzureichen. Achtung: bei kurzer Ehezeit findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehegatten statt. Wer schnell geschieden werden will, stellt diesen Antrag nicht. Das Familiengericht schreibt die Versorgungsträger an, und ermittelt die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Dieser Vorgang nimmt in der Regel mindestens 3 Monate Zeit in Anspruch. Bei Lücken im Versicherungsverlauf dauert es länger.

Die Rentenversicherungsträger setzen sich gegebenenfalls direkt mit Ihnen oder Ihrem Ehegatten in Verbindung, um etwaige Lücken zu klären. Die beteiligten Ehegatten haben oftmals selber Schwierigkeiten, Lücken in ihren Renten – und Versorgungsanwartschaften, so dass der Versorgungsausgleich Zeit in Anspruch genommen werden. Die von den Versorgungsträgern erteilten Auskünfte sind genau zu prüfen, da unerkannt fehlerhaft erteilte Auskünfte zu einem falsch durchgeführten Versorgungsausgleich führen können. Liegen alle Auskünfte vor, übersendet das Familiengericht den Beteiligten einen Entwurf über die beabsichtigte Entscheidung zum Versorgungsausgleich.

Scheidungstermin bei dem Familiengericht

Dann wird das Familiengericht einen Scheidungstermin bestimmen. Zu dem Scheidungstermin müssen beide Ehegatten zwingend persönlich erscheinen. Wenn die Ladung der Beteiligten zum dem Scheidungstermin bei dem Familiengericht erfolgt, kommt bei den betroffenen oft Nervosität und Aufregung auf. Das ist verständlich, aber vor allem dann, wenn eine einvernehmliche Ehescheidung ansteht, oft unbegründet. Der Termin bei dem Familiengericht dauert in derartigen Fällen oft nicht länger als 10 bis 30 Minuten. Der Scheidungsrichter hört die Ehegatten an, und stellt in der Regel drei Fragen:

  • Seit wann leben Sie getrennt?
  • Wollen Sie die eheliche Lebensgemeinschaft wiederherstellen?
  • Möchten Sie geschieden werden?

Ergibt die Befragung, dass die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen, spricht der Scheidungsrichter sodann die Scheidung aus. Das Familiengericht prüft das Vorliegen der Scheidungsvoraussetzungen. Wenn diese gegeben sind, spricht das Familiengericht die Scheidung aus. Sind beide Ehegatten anwaltlich vertreten, und handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung, dann kann der Scheidungsbeschluss sofort rechtskräftig gemacht werden.

Besonderheiten der Scheidung bei Corona

Die Corona-Pandemie hat alles verändert – auch Scheidungen. So ist es möglich, dass aufgrund der Pandemie und Covid-19 Ihre Scheidung ohne mündliche Fahndung stattfindet. Wir haben einige Scheidungsverfahren betrieben, in denen beide Ehegatten auf eine mündliche Verhandlung verzichtet haben. So konnte die Einberufung der Ehegatten zu den Scheidungsvoraussetzungen im schriftlichen Verfahren stattfinden. Die Scheidung ist damit möglich, ohne dass man sich nochmal trifft.

Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses

Wird der Scheidungsbeschluss nicht im Scheidungstermin rechtskräftig gemacht, stellt das Familiengericht den Scheidungsbeschluss ohne Rechtskraftvermerk zu. Ab diesem Zeitpunkt läuft eine Berufungsfrist von einem Monat, innerhalb der der Scheidungsbeschluss mit der Berufung zum OLG angefochten werden kann.

Wird ein Rechtsmittel nicht eingelegt, wird den Beteiligten der Scheidungsbeschlusses mit Rechtskraftvermerk zugestellt. Dieser ist gut aufzubewahren, er dient für die Beteiligten als Nachweis ihrer Ledigkeit. Der rechtskräftige Scheidungsbeschluss wird in verschiedenen Lebenssituationen immer wieder vorgelegt werden müssen. Die Beteiligten Auf Wunsch können Sie Ihren Geburtsnamen wieder annehmen und erneut die Ehe schließen.

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Die Dauer einer Scheidung

Hinsichtlich der Dauer des Scheidungsverfahrens ist es schwer, allgemeingültige Aussagen zu treffen, weil die Verfahrensdauer von individuellen Faktoren abhängt, die bei allen Ehegatten unterschiedlich sind.

Dauer der einvernehmlichen Scheidung

Bei einer einvernehmlichen Scheidung mit Versorgungsausgleich ist mit einer Verfahrensdauer von 4 bis 9 Monaten zu rechnen.

Bei einer einvernehmlichen Scheidung ohne Versorgungsausgleich oder mit einer notariellen außergerichtlichen Vereinbarung über den Versorgungsausgleich ist eine Verfahrensdauer von unter 3 Monaten möglich. Die schnellste von mir durchgeführte Scheidung dauerte fünf Wochen. Hierzu muss alles passen: der andere Ehegatte muss sofort zustimmen, das Familiengericht muss einem schnellen Terminwunsch entsprechen, und es darf kein Beteiligter erkranken, oder sonst verhindert sein.

Dauer der streitigen Scheidung

Demgegenüber ist eine jahrelange Verfahrensdauer zu erwarten, wenn die Scheidung zwischen den Ehegatten streitig durchgeführt werden muss. Es sind dann möglicherweise einzelfallabhängig:

  • eine Beweisaufnahme hinsichtlich der Trennung durchzuführen,
  • Scheidungsfolgesachen sind zu klären,
  • Versorgungsausgleich ist entscheidungsreif zu machen,
  • Umfangreicher Schriftsatzvortrag ist vielfach zur Kenntnis zu nehmen,
  • Sachverständigengutachten sind einzuholen und auszuwerten,
  • Mitwirkungshandlungen der beteiligten Ehegatten sind zu veranlassen.

Der Versorgungsausgleich allein kann ein absoluter Zeitfresser sein. Die Abtrennung des Versorgungsausgleiches wegen fehlender Mitwirkung eines Ehegatten frühestens nach 2 Jahren verlangt werden. Dies ist ständige und einheitliche Rechtsprechung.

Tipp: Führen Sie Ihr Scheidungsverfahren einvernehmlich durch. Dann geht es viel schneller.

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Scheidungsfolgesachen & Scheidungsfolgenvereinbarung

Als Ihr Rechtsanwalt für Scheidung sprechen wir mit Ihnen auch durch, ob und wie weit im Rahmen Ihrer Scheidung weitere Umstände, sogenannte Scheidungsfolgen zu klären sind.

Neben der Auflösung des gesetzlichen Schuldverhältnisses der Ehe durch die Scheidung können weitere Scheidungsfolgesachen zu klären sein. Je länger eine Ehe gedauert hat, desto tiefer sind die Ehegatten miteinander verbunden. Kinder sind geboren worden, Immobilien sind finanziert, Autos sind gekauft worden, die Ehewohnung ist eingerichtet, Lebensversicherungen und Rentenkonten sind bedient worden.

Als derartige Scheidungsfolgesachen können durch uns als Scheidungsanwalt außergerichtlich gelöst werden. Das Ergebnis würde eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung sein. Klappt eine außergerichtliche Lösung nicht, können Scheidungsfolgesachen separat oder mit der Scheidung – im Scheidungsverbund durch uns als Rechtsanwalt geltend gemacht werden.

Was sind Scheidungsfolgesachen?

Scheidungsfolgesachen sind:

Zwangsverbund im Scheidungsverfahren

Ein Zwangsverbund im Scheidungsverfahren besteht einzig zwischen Scheidung und Versorgungsausgleich. Im Grundsatz wird damit jede Scheidung von einem Versorgungsausgleich begleitet.  Dieser Zwangsverbund tritt von Amts wegen ein. Ein Antrag eines Ehegatten im Scheidungsverfahren ist hierzu grundsätzlich nicht erforderlich.

Antragsverbund im Scheidungsverfahren

Ein Antragsverbund oder gewillkürter Scheidungsverbund liegt vor bedeutet, dass über diese Folgesachen nur verhandelt wird, wenn ein Ehegatte dies beantragt. Der Antragsverbund kann nach § 137 Absatz 2 FamFG herbeigeführt von einem Ehegatten herbeigeführt werden, wenn ein Ehegatte die mindestens 2 Wochen vor der mündlichen Verhandlung beantragt.

Vorteile und Nachteile der Scheidungsfolgesachen im Scheidungsverbund

Vorteile der Bearbeitung der Scheidungsfolgesachen im Scheidungsverbund können sein:

  • Verfahrenskonzentration, das heißt weniger Verfahren
  • Geringere Verfahrenskosten
  • Entscheidung über durch einen einheitlichen Beschluss des Familiengerichtes
  • Nachteile der Bearbeitung Scheidungsfolgesachen im Scheidungsverbund können sein:
  • lange Verfahrensdauer der Ehescheidung
  • Unterhaltsbedarf für Trennungsunterhalt kann sich verlängern
  • Folgesachen können entscheidungsreife Scheidungen verhindern

Was versteht man unter einer Scheidungsfolgenvereinbarung?

Bei jeder Scheidung gibt es Scheidungsfolgesachen, die geregelt werden müssen. Mit einer Scheidungsfolgenvereinbarung können Sie als Ehegatten solche Scheidungsfolgen einvernehmlich und ohne das Familiengericht – also außergerichtlich – regeln. Die Scheidungsfolgenvereinbarung ist damit eine Art Ehevertrag, der nach der Trennung der Ehegatten geschlossen wird und der durch einen Notar beurkundet werden muss.

Was kann in der Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt werden?

In einer Scheidungsfolgenvereinbarung können grundsätzlich alle Scheidungsfolgen geregelt werden. Als Ihr Scheidungsanwalt empfehlen wir dabei grundsätzlich, die Vereinbarung so zu gestalten, dass weitergehende Anträge bei dem Familiengericht durch ein Ehegatten nahezu ausgeschlossen sind. In der Scheidungsfolgenvereinbarung sollten damit geregelt werden

  • der nacheheliche Unterhalt,
  • die Gütertrennung,
  • die Vermögensauseinandersetzung,
  • die Hausratsteilung,
  • die Nutzung der Ehewohnung,
  • die Übertragung oder anderweitig weitere Nutzung der ehelichen Immobilien
  • mit vorstehenden Ansprüchen einhergehende Ausgleichs und Abfindungszahlungen
  • das Ehegattenerbrecht.

Daneben können einer Scheidungsfolgenvereinbarung Regelungen zu der elterlichen Sorge und vor dem Umgangsrecht betreffend die gemeinsamen Kinder getroffen werden.

Schließlich kann in einer Scheidungsfolgenvereinbarung auch der Versorgungsausgleich abweichend von der gesetzlichen Regelung zwischen den Ehegatten geregelt werden.

Als ihr Scheidungsanwalt beraten und gestalten wir individuelle Lösungen im Rahmen von Scheidungsfolgenvereinbarungen und schlagen diese die Gegenseite vor.

Welchen Vorteil bringt der Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung?

Für die Ehegatten stellt sich stets die Frage, ob der Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung im Rahmen ihres Scheidungsverfahrens tatsächlich sinnvoll ist und welchen Vorteil eine solche Scheidungsfolgenvereinbarung bringt. Aus unserer Sicht der Scheidungsanwalt sind vor allem zu nennen:

  • Beschleunigung der Scheidung insgesamt durch Regelung aller Scheidungsfolgen schon vor Rechtskraft der Scheidung
  • der Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung ist der Grundstein für eine einvernehmliche Scheidung
  • Scheidungsfolgenvereinbarung erspart Ihnen mögliche jahrelange Auseinandersetzungen vor dem Familiengericht
  • die Scheidungsfolgenvereinbarung schon damit ihre Emotionen und ihre Finanzen
  • in einer Scheidungsfolgenvereinbarung können individuelle Regelungen getroffen werden, die sich in einem streitigen Verfahren nie erzielen lassen (Abfindungsvereinbarungen zum Unterhalt, Übertragungen von Immobilien, Freistellungsvereinbarungen zum Unterhalt und vieles mehr)
  • beide Ehegatten können ihr Gesicht wahren, da kein Ehegatte als Verlierer vom Platz geht

Benötigen Sie einen Anwalt im Rahmen des Abschlusses einer Scheidungsfolgenvereinbarung?

Als auf Scheidung spezialisierter Rechtsanwalt werden uns immer wieder Scheidungsfolgenvereinbarungen vorgelegt, in denen ein Ehegatte auf extrem werthaltigen Rechtspositionen wie Zugewinn und Versorgungsausgleich verzichtet hat. Für diesen Verzicht ist das oftmals nicht mal ein finanzieller Ausgleich vereinbart worden. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist sicher nur im Ausnahmefall anfechtbar. Mit Scheidungsanwalt wäre das nicht passiert.

Dauert ihre Ehe länger als drei Jahre und ist damit nicht von kurzer Dauer, dann ist die finanzielle Bewertung der Ansprüche auf Zugewinnausgleich, auf nachehelichen Unterhalt und Versorgungsausgleich nur einem Scheidungsanwalt möglich. Aus diesem Grund sollten Sie im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung stets einen insoweit spezialisierten Rechtsanwalt hinzuziehen. Vor allem sollten Sie nicht ohne Ausgleich auf Ansprüche verzichten.

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Scheidung mit Ausländern

Als Ihr Scheidungsanwalt in Hannover sind wir auch spezialisiert auf die Scheidung von gemischtnationalen Ehen. Bei der Scheidung von gemischtnationalen Ehen stellt sich regelmäßig die Frage, ob ein deutsches Familiengericht für diese Scheidung zuständig ist, ob deutsches oder ausländisches Scheidungsrecht anwendbar ist und ob der ausländische Ehegatte wegen der Scheidung sein Aufenthaltsrecht in Deutschland verliert.

Ist ein deutsches Familiengericht bei Scheidung mit Ausländern zuständig?

Wir können als ihr Rechtsanwalt die Scheidung beim deutschen Familiengericht beantragen, wenn

  • einer der Ehegatten die deutsche Staatsangehörigkeit hat oder bei Eheschließung hatte
  • beide Ehegatten Ausländer sind, aber ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben
  • nur ein ausländischer Ehegatte sich in Deutschland aufhält und die Scheidung vor dem deutschen Familiengericht im Ausland anerkannt wird

Für die Scheidung von Ausländern kann sich die doppelte Zuständigkeit sowohl vom deutschen wie auch vom ausländischen Familiengericht ergeben. In derartigen Fällen ist Eile geboten: die Scheidung wird bei dem Gericht durchgeführt, bei dem der Scheidungsantrag zuerst eingereicht worden ist.

Welches Recht ist auf die Scheidung mit Ausländern anwendbar?

Die an der Scheidung beteiligten Ehegatten haben selbst in der Hand, welche Scheidungsrecht sie auf ihre Ehe angewendet haben möchten. Diese Möglichkeit der Rechtswahl gibt Ihnen die seit Sommer 2012 geltende EU-Verordnung Rom III. Die Rom III-Verordnung enthält den Grundsatz, dass eine Ehe vor einem deutschen Familiengericht nach ausländischem Recht zu scheiden ist, wenn

  • die Ehegatten durch Abschluss eines notariell beurkundeten Ehevertrages eine übereinstimmende Rechtswahl treffen, und
  • ein Ehegatte die Staatsangehörigkeit des Landes besitzt, dessen Recht angewendet werden soll.

Haben die Ehegatten eine derartige Rechtswahl nicht getroffen, prüfen wir als Ihr Scheidungsanwalt, ob sich das für ihre Scheidung anwendbare Recht nach dem

  • gemeinsam Aufenthalt der Ehegatten, oder
  • gemeinsamen Staatsangehörigkeit der Ehegatten oder
  • dem angerufenen Familiengericht richtet.

Die Frage des anwendbaren Scheidungsrechts ist wichtig für die Scheidungsvoraussetzungen insbesondere für die Frage, ob ein Trennungsjahr eingehalten werden muss. Die Frage des anwendbaren Scheidungsrechts ist ebenso wichtig für die mit der Scheidung einhergehenden Scheidungsfolgen wie Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich. Als Rechtsanwalt für Ihre Scheidung klären wir das für Sie.

Behält der Ehegatte im Fall der Scheidung seiner Aufenthaltserlaubnis?

Die Frage des Bestandes der Aufenthaltserlaubnis im Fall der Scheidung stellt sich regelmäßig für f Ausländer von Drittstaaten außerhalb der EU. Grob gesagt gilt folgendes: hat die Ehe im Bundesgebiet 3 Jahre bestand, verliert der Ehegatte sein Aufenthaltsrecht nicht. Bei einer kürzeren Ehe kommt der Fortbestand des Aufenthaltsrechts infrage bei Vorliegen einer besonderen Härte. Eine besondere Härte in diesem Sinn liegt vor:

  • bei Kindeswohlgefährdung gemeinsamer Kinder
  • bei Gefährdung der medizinischen Versorgung des Ehegatten im Ausland
  • Diskriminierung des Ausländers im Ausland

Haben Sie Fragen zur Scheidung mit Ausländern? Sprechen Sie uns an – Wir sind Ihr Scheidungsanwalt in Hannover!

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Scheidungskosten – Was wird der Rechtsanwalt für Ihre Scheidung kosten?

Die Rechtsgrundlage für die Scheidungskosten findet sich in § 43 FamGKG. Die Vorschrift des § 43 FamGKG hat nachstehenden Wortlaut:

(1) In Ehesachen ist der Verfahrenswert unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere des Umfangs und der Bedeutung der Sache und der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Ehegatten, nach Ermessen zu bestimmen. Der Wert darf nicht unter 3.000 Euro und nicht über 1 Million Euro angenommen werden.

(2) Für die Einkommensverhältnisse ist das in drei Monaten erzielte Nettoeinkommen der Ehegatten einzusetzen.

Gegenstandswert einer Scheidung

Der Gegenstandswert oder Streitwert einer Scheidung beträgt folglich mindestens 3.000,00 €, und höchstens 1000.000,00 €. Maßgeblich geprägt wird der Gegenstandswert von den Einkommensverhältnissen der Ehegatten. Die für den Gegenstandswert maßgeblichen Einkommensverhältnisse sind das dreifache Monatsnettoeinkommen beider Ehegatten.

Abschläge bei dem Gegenstandswert kann es geben für gemeinsame Kinder, Zuschläge für den Versorgungsausgleich und Vermögen. Im Regelfall setzt sich der für die Scheidungskosten maßgebliche Gegenstandswert aus dem dreifachen Monatsnettoeinkommen plus 10 Prozent von dem sich so ergebenden Streitwert für jedes im Rahmen des Versorgungsausgleiches zusammen.

Scheidungskosten = Gerichtskosten + Rechtsanwaltsgebühren

Die Scheidungskosten setzen sich zusammen aus den Rechtsanwaltsgebühren – also den Kosten für Ihren Scheidungsanwalt – und den Gerichtskosten (Gebühren für die Stellung des Scheidungsantrages bei Gericht; der Scheidungsantrag wird erst zugestellt, wenn der Gerichtskostenvorschuss eingezahlt ist).

Berechnungsbeispiel zu den Scheidungskosten

Folgender Beispielfall verdeutlicht Ihnen die Berechnung des Gegenstandswertes als Grundlage der Scheidungskosten:

Der Ehegatte verdient 2.500 € netto monatlich, die Ehefrau verdient monatlich 500,00 € netto. Ein Versorgungsausgleich mit 2 auszugleichenden Anrechten ist durchzuführen.

Zusammen verdienen die Ehegatten in drei Monaten 9.000,00 €. Auf diesen Wert werden noch 1.800,00 € für den Versorgungsausgleich (900,00 € pro auszugleichendes Anrecht hinzu addiert, so dass sich ein Gegenstandswert von 10.800,00 € ergibt. Bei einem solchen Streitwert ergeben sich Anwaltsgebühren in Höhe von 1.820,70 € und Gerichtskosten in Höhe von 534,00 €. Es entstehen damit Kosten für das gesamte Scheidungsverfahren in Höhe von 2.354,70 € bei Beauftragung eines Rechtsanwaltes.

Kosten sparen im Scheidungsverfahren

Scheidungskosten können die Ehegatten sparen, wenn nur ein Anwalt mit der Vertretung in Scheidungsverfahren beauftragt wird.

Zum Vergleich: Bei einer einvernehmlichen Scheidung mit einem Anwalt und einem Streitwert von 10.800,00 € entstehen Verfahrenskosten in Höhe von 2.354,70 €. Bei einer Scheidung mit diesem Streitwert, bei der sich beide Ehegatten anwaltlich vertreten lassen, erhöhen sich diese Kosten um 1.820,70 €. Es ergebe sich damit Gesamtkosten für das Scheidungsverfahren in Höhe von 4.175,40 €.

Wenn nur ein Ehegatte einen Scheidungsanwalt beauftragt, schuldet dieser als Auftraggeber die Rechtsanwaltsgebühren. Die Ehegatten können aber vereinbaren, dass diese Kosten anteilig getragen werden. Dann haben beide die Ehegatten die geringsten Scheidungskosten.

Kostenvoranschlag für Ihre Scheidung vom Rechtsanwalt

Gerne unterbreite ich Ihnen als auf Scheidungen spezialisierter Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht einen kostenlosen Kostenvoranschlag bezüglich der Kosten für die Durchführung Ihrer Scheidung. Folgende Daten sind für die Ermittlung Ihrer individuellen Scheidungskosten notwendig:

  • Ihr monatliches Nettoeinkommen
  • das monatliche Nettoeinkommen des Ehegatten
  • Anzahl der im Versorgungsausgleich zu berücksichtigenden Versorgungen
  • Anzahl der Kinder

Nehmen Sie Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie! Ihr Scheidungsanwalt in Hannover!

Scheidungskostenrechner

Hier finden Sie unseren Scheidungskostenrechner. Mit diesem können Sie sich einen Überblick verschaffen, was der Rechtsanwalt für Ihre Scheidung kostet und was an Gerichtskosten für ihre Scheidung anfällt.

Für die Ermittlung des Streitwertes tragen Sie bitte Ihr monatliches Nettoeinkommen und das monatliche Nettoeinkommen ihres Ehegatten ein. Der Streitwert für das Scheidungsverfahren ergibt sich aus dem quartalsweisen Nettoeinkommen der Ehegatten.

Unter Nettoeinkommen ist dabei das Einkommen abzüglich Steuern, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträgen zu verstehen.

Auch das Vermögen der Ehegatten erhöht grundsätzlich den Streitwert im Scheidungsverfahren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die meisten Familiengerichte nicht nach dem Vermögen fragen. Wenn sich das Familiengericht in Ihrer Scheidungsangelegenheit nach dem Vermögen erkundigt, sind allerdings wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Vorhandenes Vermögen der Ehegatten fließt mit 5 % seines Wertes in die Berechnung des Streitwertes ein. Es gibt Freibeträge, die je nach Familiengericht variabel sind. In Hannover ist zuletzt ein Freibetrag von 60.000 € pro Ehegatte angenommen worden.

Unterhaltsberechtigte Kinder führen zu einer Absenkung des Streitwertes um 250 € pro Monat pro Kind. Voraussetzung ist tatsächlich, dass der Mindestunterhalt gedeckt wird.

Der Versorgungsausgleich erhöht den Streitwert um 1000 €, wenn er per Ehevertrag, Scheidungsfolgenvereinbarung oder gerichtlichen Vergleich ausgeschlossen wird. Wird der Versorgungsausgleich nach den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt, dann erhöht sich der Streitwert für jedes auszugleichende Anrecht um 10 %.

Die Scheidungskosten setzt sich zusammen aus Anwaltsgebühren und Gerichtskosten. Die Gerichtskosten sind mit der Einreichung des Scheidungsantrages zu bezahlen. Hinsichtlich der Rechtsanwaltskosten können Sie mit uns als Ihrem Scheidungsanwalt eine Zahlungsvereinbarung treffen.

Verfahrenskostenhilfe (VKH) für Ihre Scheidung - Rechtsanwalt kostenlos

Häufiges Hindernis für die Antragstellung in Scheidungsverfahren sind bei Scheidungswilligen die fehlenden finanziellen Mittel, um die Scheidungskosten aufzubringen. Im Prinzip gilt folgendes: Wenn Sie Ihre Scheidung nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bezahlen können, dann besteht die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe für das Scheidungsverfahren zu beantragen. Nachstehend erfahren Sie, welche Freibeträge bei Verfahrenskostenhilfe (VKH), und welche Unterlagen Sie für die Beantragung von Verfahrenskostenhilfe (VKH) bei Ihrem Scheidungsanwalt vorzulegen sind.

Nach den Prozesskostenhilfebekanntmachungen für das Jahr 2020 können Scheidungswillige Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe haben, wenn sie für Ihren Lebensunterhalt nicht mehr als:

  • 500,00 € für sich und 500,00 € für ihren Ehegatten oder Lebenspartner haben
  • 228,00 € Bonus bei Erwerbstätigkeit
  • 400,00 € bei Unterhaltszahlung in Erfüllung gesetzlicher Unterhaltspflicht für Erwachsene
  • 381,00 € bei Unterhaltszahlung in Erfüllung gesetzlicher Unterhaltspflicht für Jugendliche vom Beginn des 15. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • 358,00 € bei Unterhaltszahlung in Erfüllung gesetzlicher Unterhaltspflicht für Kinder vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres 339 Euro,
  • 289,00 € bei Unterhaltszahlung in Erfüllung gesetzlicher Unterhaltspflicht für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres 275 Euro.

Daneben können Verfahrenskostenhilfeantragssteller von ihren Einkommen beispielsweise absetzen:

  • Kosten für die Mietwohnung
  • Behinderungsbedingte Mehrbedarfe
  • Schulden nach den Umständen des Einzelfalles

Die Verfahrenskostenhilfe führt dazu, dass die Verfahrenskostenhilfe (VKH) beantragende Partei keine Gerichtskosten und keine Rechtsanwaltsgebühren für die Scheidung zahlen muss. Das heißt nicht, dass keine Rechtsanwaltsgebühren entstehen. Diese entstehen wie in jedem anderen Scheidungsverfahren auch, werden aber aus der Staatskasse getragen. Gerne helfe ich Ihnen als Anwalt, Verfahrenskostenhilfe für Ihr Scheidungsverfahren zu beantragen. Die Scheidung ist dann für Sie kostenlos.

Aber Achtung: Die Gerichte können bis zu vier Jahre nach Abschluss des Verfahrens prüfen, ob eine Verbesserung in Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen eingetreten ist. Es kommt dann eine Aufhebung der Verfahrenskostenhilfe (VKH) in Betracht, oder die Umwandlung in Verfahrenskostenhilfe mit Ratenzahlung.

Liegt Ihr Einkommen über den sich aus den Prozesskostenhilfe-Bekanntmachungen ergebenden Beträgen, kann Ihnen dennoch Verfahrenskostenhilfe ratenweise gewährt werden. Raten sind für höchstens 48 Monate bis max. zur Höhe der tatsächlich entstandenen Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtskosten zu zahlen

Wer Verfahrenskostenhilfe für sein Scheidungsverfahren haben möchte, muss seine finanziellen Verhältnisse vollständige und lückenlos offenlegen. Wenn Sie möchten, dass ich als Ihr Scheidungsanwalt Verfahrenskostenhilfe für Ihre Scheidung beantrage, dann werden hier hierfür regelmäßig folgende Dokumente benötigt.

  • Erklärung zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen
  • Kontoauszüge lückenlos für drei Monate
  • Mietvertrag bzw. Mietbescheinigung
  • Aktuelle Turnusabrechnung Ihres Energieversorgers
  • letzte 3 Gehaltsabrechnungen
  • ansonsten Sozialleistungsbescheid ( ALG, ALG 2, Sozialhilfe, Rente)
  • Nachweise über vorhandene Verbindlichkeiten (Kreditverträge, Unterhaltstitel)

Diese Unterlagen sollten Sie in Ihrem Besprechungstermin aus Anlass Ihrer Scheidung vorlegen. Auf Grundlage unvollständiger Unterlagen kann Ihnen Verfahrenskostenhilfe im Scheidungsverfahren nicht gewährt werden. Zudem wird der Scheidungsantrag erst nach Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe zugestellt.

Nehmen Sie Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie! Ihr Scheidungsanwalt in Hannover!

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Mailen Sie mir oder rufen Sie an! Ich helfe Ihnen gern. Ihr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht in Hannover

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